Karma all over

Jaja, wir lassen uns alle gerne anstecken: wenn einer aus eigener Überzeugung mit etwas anfängt gefällt es dem Nächsten - und bald schon wird es ein Massentrend... Mit dem kleinen Haken nur, dass die Allgemeinheit am Ende manchmal gar nicht weiß, was sie da auf T-Shirts, Jutebeuteln, Patches, Caps oder Mützen durch die Gegend trägt. 

 

So dürfte es sich mit dem Wort „Karma“ verhalten haben, was spätestens seit dem Yogatrend der letzten Jahre etwas überstrapaziert –aber bis jetzt von Vielen nicht wirklich verstanden wird. 

 

 

Ein tolles Wort – und vor allem eine wunderbare Idee!! Das Wort selbst stammt – na klar – aus dem indischen Sanskrit und bedeutet etwa so viel wie „Wirken“ oder „Tat“. Vor allem im Hinduismus und Buddhismus spielt es eine überaus große Rolle – hier ist es eng mit der Lehre von der Reinkarnation verbunden. Dies geht sogar so weit, dass man glaubt „Wer andere Wesen quält, die auch nach Wohlsein streben, so wie er selbst, der hat kein Glück im nächsten Leben. Wer andere Wesen schont, die auch nach Wohlsein streben, so wie er selbst, der findet Glück im nächsten Leben.“

 

Etwas weniger rigoros gesagt bedeutet Karma etwa so viel wie „ausgleichende Gerechtigkeit“ – jede Tat, die man vollbringt, hat Konsequenzen – und zwar Gute, wenn man Gutes getan hat, und Schlechte nach einer schlechten Tat. 

 

Somit ist Karma vor allen Dingen eines: dein eigenes Verschulden! Du selbst bist dafür verantwortlich, ob dir im Leben Gutes widerfährt oder eben nicht. KEIN ANDERER!

 

Dass dies bei Weitem nicht Jedem klar ist, dürfte etwa das Beispiel beweisen von einer meiner Freundinnen, die mir kürzlich erzählte, dass die Karma-Schriftzug-T-shirts gerade besonders gerne aus ihrem Geschäft gestohlen werden....

 

Wie Karma wirklich GELEBT wird wurde mir in Indien deutlich besser vor Augen geführt als hier. Immer wieder bekam ich beispielsweise mit, dass einige nicht-Inder große Angst hatten, dass ihre guten Schuhe vor den Tempeln gestohlen werden könnten. Irgendwo hat sich ein sehr freundlicher, alter Inder in ein solches Gespräch eingemischt und erklärte den Zweiflern mit breitem Lachen, dass sie sich deshalb überhaupt keine Sorgen machen müssen: stiehlt man die Schuhe eines Anderen geht dessen schlechtes Karma in einen über. Kein Inder würde das wollen!!!

 

Die Arbeit am eigenen Karma gehört in Indien nämlich einfach dazu: man überlegt es sich WIRKLICH bei allem was man tut, wie die Auswirkungen für andere sind, ob man damit jemandem schaden könnte (egal ob Tier oder Mensch, Baum oder was auch immer), oder ob sich die Handlung positiv auf dem Karma-Konto verbuchen lässt. Auch im Ashram wurde die freiwillige Mithilfe beim Aufräumen, Fegen, Gemüse-Schnibbeln, etc. liebevoll mit „Karma-Yoga“ umschrieben. Du tust es für dich, wurde uns auch dort noch einmal gesagt, nicht für die anderen, die denken könnten „wow – ist die aber fleißig“.

 

Ich selbst bin vom Karma-Prinzip schon lange durch und durch überzeugt und felsenfest sicher, dass alles zurück kommt. Die Beweise dazu bekomme ich kontinuierlich – sowohl die Positiven, als auch die Negativen.  So ist es nur selbstverständlich, dass das Leben nach dem Karma-Prinzip auch fürs Berufliche gilt. 

 

Also nutzen wir auch als „hoffnungsträger“das Wort Karma für unseren Schmuck. Karma-Schmuck, Yogaschmuck – das alles sind aber keine leeren Floskeln – wir meinen es wirklich ernst. Denn wir sind überzeugt davon, dass ein Schmuckstück nur so eine gute Energie und Ausstrahlung haben kann, wie es ihm bei seiner Entstehung „in die Wiege gelegt“ wurde. Und dass es grundsätzlich einen großen Unterschied macht sich mit etwas zu umgeben, oder am eigenen Leib zu tragen, was unter guten oder schlechten Bedingungen hergestellt wurde – egal, ob Kleidung, Schuhe, Taschen, Blingbling oder Möbel. 

 

Wenn wir unseren Schmuck anfertigen, dann mit allergrößter Liebe und Sorgfalt, mit unseren eigenen Händen. Jedes Stück. Erst wenn wir es uns selbst einmal an den Arm oder den Hals gehalten haben und es uns gefällt sind wir zufrieden. Aber nicht nur das: wir reparieren kaputte Lieblingsteile grundsätzlich kostenfrei, damit die Freude an eurem Schmuck bestehen bleibt. Wir suchen „gute“ Materialien, schützen Tier, Natur und Mensch so gut wir können mit unserer Produktion und selbst im Kinderarbeitsland Indien ist es uns gelungen einen zertifizierten Fair Trade Produzenten zu finden. Wir vereinen mit unseren multikulti-Glückssymbolen die Welt und deren Religionen. All das, um berechtigterweise von Karmaschmuck sprechen zu dürfen und ein reines Gewissen zu bewahren. 

 

Die schönsten Beweise dafür, dass auch die Trägerinnen all dies tatsächlich spüren, bekommen wir nicht selten von Ebendiesen. Wir haben einfach die besten Kundinnen der Welt!! Gerade gestern erreichte uns eine Nachricht, in der eine Kundin schrieb: „Danke, dass es euch gibt! Im vergangenen Jahr ist meine geliebte Mutter gestorben und euer Schmuck hat mir in der schweren Zeit oft geholfen. Danke dafür!“.  Einfach so.

 

Diese kleine Geschichte soll wahrlich keine Lobhudelei auf uns selbst sein, das ist einfach nur der Beweis für gelebtes Karma. Geben und nehmen, Gutes tun und Gutes zurück bekommen, spüren, wie das Leben im Fluss ist. Ich finde das berührend und wunderbar zugleich!

 

Es zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind, dass wir verstanden werden und geschätzt. Nichts macht uns glücklicher! Daher auf diesem Wege ein ganz dickes Dankeschön an all jene Karma-Menschen da draußen, die die Welt sehen und fühlen wie wir es tun, die uns ermöglichen unseren Herzensweg zu gehen und mit uns an das Gute glauben!

 

 

Om Namo Narayanaya